Einbindung von Betriebs- u. Werksärztinnen und –ärzten in den Rehabilitationsprozess

Mit diesem Thema haben wir uns im Netzwerk Betrieb und Rehabilitation ein-gehend beschäftigt. In Gesprächen des Vorstandes mit der Deutschen Renten-versicherung Nord setzten wir uns für eine Vereinbarung mit dem Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte ein.

Diese Vereinbarung wird seit 2011 erprobt. „Das zu erprobende Verfahren sieht die direkte Veranlassung von Reha-Maßnahmen durch die Betriebsärztin oder den Betriebsarzt bei Gefährdung oder Minderung der Erwerbsfähigkeit und die Durchführung von zwei Gesprächen mit der oder dem Beschäftigten direkt nach der Reha beziehungsweise sechs Monate danach zur Sicherung des Reha-Erfolgs vor“, heißt es in der Broschüre der DRV Nord zu diesem Verfahren.

Die Formulare für Betriebs- und Werksärzte finden Sie auf der Homepage der DRV Nord unter diesem Link:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Nord/de/Inhalt/5_Services/04_Formulare_Antraege/Nachsorgeeinrichtungen/Formulare%20fuer%20Werksaerzte.html

Die Broschüre finden Sie hier:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Nord/de/Inhalt/5_Services/03_Broschueren_Magazine/30_Kooperationsbroschuere.html

Ausgaben für Betriebliche Gesundheitsförderung sind durch ein neues Gesetz schon im Jahr 2008 steuer- und sozialversicherungsfrei

Das Jahressteuergesetz 2009 bringt Vorteile für Betriebe und Arbeitnehmer:

Jeder Arbeitgeber kann bereits ab 2008 für jeden Mitarbeiter bis zu 500 Euro für gesundheitsfördernde Maßnahmen steuer- und sozialversicherungsfrei ausgeben. Diese Extras sind für die Arbeitnehmer kein "geldwerter Vorteil" und damit auch für sie steuer- und sozialversicherungsfrei.

Die Leistung muss zusätzlich zur Vergütung gewährt werden und muss den Grundsätzen entsprechen, die im Leitfaden der Spitzenverbände der Kranken-kassen zur Prävention entsprechen. Den Leitfaden stellen wir Ihnen hier als pdf-Dokument zum Download zur Verfügung ...hier klicken... Falls Sie Fragen dazu haben, lassen Sie sich von einer Krankenkasse informieren.

Die Erstattung von Mitgliedsbeiträgen für Sportvereine oder Fitness-Studios fallen nicht unter die neue Regelung.

Unerheblich ist, ob die Maßnahme im oder außerhalb des Betriebes durchgeführt wird. Erstattet der Betrieb dem Arbeitnehmer die von ihm verauslagten Kosten für gesundheitsfördernde Maßnahmen, an denen er in Absprache mit dem Arbeitgeber teilgenommen hat, so sollte der Betrieb die Zahlung in der Lohnabrechnung als steuerfreie Sonderleistung zur Gesundheitsförderung ausweisen.

Das Gesetz soll am 19.12.2008 im Bundesrat verabschiedet und noch in diesem Jahr verkündet werden.


Weitere Themen:

Berufskrankheiten
Achtung die Berufskrankheitenliste wurde kürzlich erweitert! Die Änderungen wurden noch nicht eingearbeitet. Ferner sind in dieser Fassung noch nicht die neuen Grenzwertkonzepte für Gefahrstoffe enthalten.
Die Broschüre "Berufskrankheiten" wird in Kürze überarbeitet werden!

Dieter Peters-Kühnel:
Koordinierte Leistungen für Betriebe aus einer Hand

Detlef Glomm:
Infos zum SGB IX Betriebliches Teilhabemanagement Vereinbarung zur Einleitung von Maßnahmen zur Prävention und Rehabilitation

Klaus Leuchter:
Suchthilfe und Suchtprävention für Kleinbetriebe des Handwerks